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Helau und Alaaf statt Halleluja und Amen?! Nach dem Ende der Weihnachtszeit mit dem Fest der Taufe des Herrn und vor dem Beginn der Fastenzeit mit dem Aschermittwoch liegt die Karnevalszeit. Nicht nur am Rosenmontag wird lustig gefeiert, im Fasching prägt ausgelassene Fröhlichkeit diese „5. Jahreszeit“. Selbst mancher sonst eher kühle Norddeutsche feiert hier ausgelassen und stimmungsvoll mit.

So ahnt kaum ein Auswärtiger, welch erstaunlich großes Ausmaß beispielsweise der Karneval in Stolzenau hat mit Prunksitzung und Straßenkarneval mit großem Umzug inkl. Prunkwagen und närrischem Fußvolk. Auch die Pfarrei feiert Karneval, wie immer an einem Dienstagnachmittag in Liebenau mit karnevalistischen Einlagen, Klamauk und ideenreichem und bunten Programm aus eigenen Reihen. Aber auch der Pfarrer wird am Karnevals-Wochenende wieder eine zwar aus frommen Inhalt aber ansonsten gereimte Bütten-Predigt halten. Wer mag ist zudem am Karnevals-Wochenende eingeladen, kostümiert zur Kirche zu kommen.

Bevor also die stille Bußzeit ansteht und gesungen wird „am Aschermittwoch ist alles vorbei“  und  die  Fastenzeit  eingeläutet wird, darf noch mal – quasi mit Pauken Trompeten, mit Prunk und Gloria, mit Tanz und Klamauk ausgelassen gefeiert werden.

Einmal die vornehme Zurückhaltung aufgeben, sich so geben, wie man auch gern mal wäre oder eben bewusst über die Strenge zu schlagen und in eine andere Haut schlüpfen, der Politik und den Großen mal die lange Nase zeigen und die Narrenkappe aufsetzen. Gerade als Christen haben wir allen Grund,  fröhlich zu sein. Eben nicht nur aufgesetzte Fröhlichkeit, sondern echte Freude aus tiefstem Herzen. Nicht nur Masken aufsetzen und etwas vorspielen, sondern so sein dürfen wie man ist, sich so an- genommen wissen ohne sich oder anderen etwas vormachen zu brauchen. Die Sorgen mal vergessen, weil die Freude und Hoffnung doch eh tiefer geht und größer ist. Aber auch zu wissen, dass damit eben nicht alles ernste und bittere Weg ist, bloß weil es mal in den Hintergrund tritt. Genau das machen wir uns dann mit der Fastenzeit ja auch noch einmal neu bewusst. Aber das eine gibt es eben nicht ohne das andere. Daher darf dann auch mal ausgelassen und fröhlich gefeiert werden. Eben sowohl Helau und Alaaf als auch Halleluja und Amen!

Eine fröhliche Zeit und echte Freude wünscht Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer.

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