Liebe Gemeinde!

Liebe Leserschaft,

schön, dass Sie unsere Pfarrbrief lesen und sich für das interessieren, was in unserer katholischen Pfarrei St. Christophorus so los ist. Zwei kirchliche hohe Feste fallen in den Monat Juni, zu dem dieser Pfarrbrief erscheint.

Der menschgewordene Sohn will für seine Schwestern und Brüder das Brot des Lebens sein. Das ist seine Ostergabe für jeden, der Hunger nach Gott hat.

Pfingsten. 50 Tage lang feiert die Kirche Ostern. Der Auferstandene erscheint den Seinen immer wieder. Nicht nur in der Eucharistie hat er uns seine bleibende Nähe und Gegenwart zugesagt. Mit dem Pfingstfest feiern wir den Heiligen Geist. Seine Sendung und Ausgießung über die Jünger und damit auch für uns. An Himmelfahrt kehrt Jesus Christus quasi zurück in den Himmel, an die Seite Gottes des Vaters. Dies feiern wir zehn Tage vor Pfingsten. Aber er lässt uns nicht als Waisen und allein zurück. Das feiern wir dann mit Pfingsten am fünfzigsten Tag nach Ostern. Gott stärkt uns mit dem Heiligen Geist. Gott Vater, Sohn und Geist, ihm dürfen wir bleibend nahe sein, denn er ist uns nahe. In der Kraft des Heiligen Geistes wohnt er uns inne. Gott will uns begeistern, mit seinem guten Geist erfüllen. Gera- de da, wo Menschen, auch innerhalb der Kirche, manchmal wie von allen guten Geistern verlassen scheinen. Wo es nur um den Zeitgeist geht, wo wenig Begeisterung für das Gute, den Nächsten und für Gott spürbar ist. Pfingsten will neu diesen guten Geist wecken, schenken und zusagen. Gottes Geist weht und erfüllt wo er will, nur oft anders als wir es manchmal meinen oder wünschen. Sturm, Feuerflammen oder zärtliches Hauchen sind Bilder für Gottes Heiligen Geist. Jede und Jeder bekommt ihn zugesprochen, kann ihn auf je eigene Weise erfahren, wenn wir uns auf Gott einlassen.

Fronleichnam. Dieses Fest feiern wir zehn Tage nach Pfingsten. Hier zeigen wir ganz bewusst, dass wir uns auf Gott einlassen. An Fronleichnam demonstrieren wir unseren Glauben in der Öffentlichkeit.

An Fronleichnam führt uns die Prozession außerhalb des Kirchen- raumes. Was wir auf dem Altar feiern, das Altarsakrament, das Al- Allerheiligste, tragen wir in einem Schaugefäß, der Monstranz, nach draußen, durch die Straßen, den Ort und in die Öffentlichkeit. Wir zeigen, wofür wir stehen, wir demonstrieren unseren Glauben. Nicht mit Transparenten, sondern mit der Monstranz. Nicht mit Parolen, sondern mit Lobgesängen. Nicht gegen etwas, sondern für unseren Gott und den Glauben, der uns trägt. Vielleicht so begeistert und mit der Kraft des Heiligen Geistes, den wir an Pfingsten feiern. Auch da ja u.a. mit Open-Air-Messe.

Beide Feste Pfingsten und Fronleichnam zeigen, dass Gott mit uns ist. Jeden Tag aufs Neue. Dass wir mit unserem Gott tagtäglich gestärkt sind. An den beiden Feiertagen, an den 50 Tagen der Osterzeit hin- durch, an jedem Tag des Monats. Sogar tagtäglich und ewig.

Das davon etwas spürbar sein möge, dazu allen Gottes guten Geist und seinen reichen Segen!

Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer

powered by Kajona³