Wonnemonat Mai

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Gäste,

zu Beginn des neuen Monats erscheint dieser neue Pfarrbrief, mit dem ich Sie alle aus dem Pfarrhaus recht herzlich grüße.

Im letzten Monat durften wir Ostern feiern nach einer besonders gestalteten Fastenzeit, in der uns beispielsweise erstmalig der Fackelkreuzweg in ökumenischen Etappen an allen vier Kirchorten nach der werktäglichen Abendmesse von unserer katholischen Kirche zur evangelischen Kirche geführt hat.

Neben Manchem, was mich persönlich belastet und mitgenommen hat, waren es vor allem diese inhaltlichen und gemeinschaftlichen gottesdienstlichen Feiern, die mich gefreut und positiv motiviert haben.

Gerade in der Heiligen Woche war das spürbar. Besonders die Intensität hat mich nachhaltig beeindruckt. Nicht nur, dass alle Gottesdienste von Palmsonntag bis Ostermontag sogar besser besucht als im Vorjahr waren, allein zum Emmaus-Gang dies Jahr waren dreimal so viele.

Vor allem aber auch, wie diese die Gottesdienste mitgefeiert haben, mit welcher Intensität, teilweise Inbrunst und innerem Mitgehen. Beispielsweise am Karfreitag bei der Kreuzverehrung. Nachdem die liturgischen Dienste und Messdiener mit mir das Kreuz verehrt hatten, konnte ich vom Altarraum aus das Geschehen der Gemeinde mitverfolgen.

Kniebeuge, hinknien, sich zum Kreuz beugen, es berühren oder gar küssen, innehalten, betrachten, ... Ein wahres Blumenmeer wurde am Kreuz niedergelegt. Dies zierte dann zu den Ostergottesdiensten alle vier unserer Kirchen.

Inzwischen sind wir mitten in der Osterzeit. Fünfzig Tage hindurch feiern wir Ostern bis zum Pfingstfest. Vieles, was einem trotz Rückschlägen, Frust und Widrigkeiten fröhlich und zuversichtlich nach vorne blicken lässt. Eben trotz Karwoche und Karfreitag Ostern. Trotz Tod und Grab Auferstehung.

Wohl auch nicht nur (aber ehrlicherwiese auch), weil ich zwei Wochen Urlaub machen kann und hoffentlich erholt und gestärkt pünktlich zum Fest Christi Himmelfahrt in die Wesermission zurückkehre.

„Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.“ Alles grünt und blüht. Frisches Grün an den Bäumen, Blütenpracht macht sich in Gärten und Natur breit. Wir machen uns zu Pfingsten auch auf, beispielsweise zum Open-Air-Gottesdienst bei der Vorabendmesse am Landschaftssee in Uchte oder am Pfingstmontag zum Pfingst-Eier-Essen in Steyerberg.

Wir machen uns auf nicht nur durch die Natur, sondern durch die Straßen des Ortes am Sonntag zum Fronleichnamsfest in Stolzenau. Altäre mit Gestaltung für Jung und Alt, für die ganze Gemeinde und mit Elementen aus allen vier Kirchorten. Um dann, nach dem Abschlusssegen, bevor es zum gemeinsamen Mittagessen geht, die Lego-Ausstellung zu eröffnen, auf die (nicht nur) ich sehr gespannt bin und mich drauf freue.

So kann es ein Wonnemonat werden. Mit vielem, was äußerlich - aber hoffentlich auch innerlich - Freude aufkommen lassen kann.

 

Viel Freude und Gottes Segen euch und Ihnen im Wonnemonat Mai!

 

Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer
 
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