Chronik des Seelsorgebezirks Lemke gefunden

Bei Aufräumarbeiten in Liebenau hat das fleißige Helferteam um Wolfgang Kügler in einem Schreib- tisch eine „Chronik des Seelsorgebezirkes Lemke und Umgebung“ und ein Buch, das die Vertretungs- pfarrer auflistet, gefunden. Die beiden Bücher waren in einen Spalt hinter dem Rolladen im Schreibtisch

verborgen.

Das „Liber sacerdotum peregrinantium qui S. Missam celebraver- unt in Ecclesia St. Stephani in Liebenau“ listet die Priester auf, die in St. Stephanus in Vertretung für den Pfarrer die Hl. Messe zelebriert haben. Die Auflistung beginnt am 18.11.1953 und en- det am 17.08.1977. Es sind die Namen der Priester verzeichnet, woher sie kommen und welchen Beruf sie an ihrem Wohnort aus- üben. Es sind z.B. viele Religionslehrer darunter.

Die „Chronik des Seelsorgebezirkes Lemke und Umgebung“ beginnt mit der Geschichte von Lemke ab der Zeit Jesu Christi. Dann folgt die Abschrift der Anstellungsurkunde des Bischofs Wilhelm aus Osnabrück für Pfr. Wagner zum 30.07.1947. Pfarrer Wagner ist am 12.08.1947 mit seinem Motorrad aus Twistrin- gen in Lemke angekommen. In Twistringen hatte er sich dem Dechanten vorgestellt. Er beschreibt, wie schwierig es war eine Wohnung zu finden. Er stieß auf Widerstände, ihm eine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Er fand eine Bleibe in einem Zimmer, das er sich mit einem Flüchtling teilen musste. Dieses Zimmer war auch Durchgang für eine Flüchtlingsfamilie, die im Raum daneben wohnte. Sehr detailreich beschreibt er dann alle Ent- scheidungen, Wahlergebnisse und Vorkommnisse in der Pfarrei. Die Chronik endet mit dem Verweis „Fortsetzung neues Buch“ im November 1977. Die Chronik ist ein wahrer Schatz, in dem vieles über die Ereignisse in der Pfarrei geschrieben steht.

Michael Weber

 

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