Patronatsfest St. Georg

Patronatsfest St. Georg

Am 23. April gedenken wir des Hl. Georg. Er ist der Patron der Kirche in Stolzenau. 1904 kaufte der damalige Bischof von Osnabrück Dr. Hubertus Voß das Haus an Windmühlenstraße 2. Dort wurde eine Kapelle eingerichtet, die dem Hl. Georg geweiht war. 1951 wurde dann in der Windmühlenstraße eine neue St. Georg-Kirche errichtet. In der Wand hinter dem Altar war ein rundes Fenster mit einer Darstellung des Hl. Georg eingelassen. Dieses Kirchenfenster wurde aufbewahrt, aufgearbeitet und schmückt jetzt den Frühstücksraum im Pfarrheim. Nachdem das Pfarrhaus in einem schlechten Zustand war, wurde 1985 das neue Pfarrhaus errichtet.

Im Jahre 1989 folgte der Neubau der St. Georg-Kirche. Dabei wurden die Standorte von Kirche und Parkplatz getauscht. Die alte Kirche stand an dem Ort, wo wir heute unsere Autos parken. Die Kirche wurde am 9.      Dezember 1989 durch Weihbischof Theodor Kettmann eingeweiht. Im Altar werden die Reliquien der Hl. Agnes, der Hl. Hedwig und des Hl. Ignatius von Loyola aufbewahrt. Die Hl. Agnes hat in Rom den Märtyrertod erlitten. An ihrem Gedenktag werden die Pallien geweiht, die die Erzbischöfe tragen als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Bischof von Rom. So stellt die Hl. Agnes für uns die Verbundenheit der Kirche in Stolzenau mit der Kirche in Rom dar. Die Hl. Hedwig ist die Patronin Schlesiens. Sie verbindet die vielen Schlesier, die nach dem Krieg nach Stolzenau kamen, mit ihrer Heimat. Die Reliquie des Hl. Ignatius erinnert an die Jesuiten, die von Anbeginn bis 1970 in der Gemeinde als Seelsorger tätig waren.

Warum der Hl. Georg als Patron für die Kirche ausgewählt wurde, geht aus den Unterlagen im Archiv nicht hervor. Der Hl. Georg hat nach der Überlieferung in Rom unter Diokletian den Märtyrertod erlitten. Er wird nach der Legende als Drachentöter dargestellt. In den Wappen vieler Ritterorden und auch Englands findet sich das Georgskreuz, ein rotes Kreuz auf weißem Grund. Er ist einer der 14 Nothelfer. Er ist Schutzpatron vieler Kirchen, Städte und Adelsfamilien. Er wird in der orthodoxen Kirche als Großmärtyrer verehrt. In der römisch-katholische Kirche wurde er wegen seines auf Legenden beruhenden Lebenslaufs 1969 aus dem römischen Heiligenkalender gestrichen. 1975 wurde er wieder eingefügt.

Michael Weber

 

 

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