Hilfe für verfolgte Christen

Philippinen

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Philippinen:

Es gehört Mut dazu, Präsident Duartes umstrittene Drogenpolitik zu kritisieren. Und es ist gefährlich. In diesem Zusammenhang nimmt die Zahl der Priester zu, die wegen ihrer Vorbehalte massive Morddrohungen erhalten. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Manila berichteten der Jesuit Albert Alejo, der Steyler Missionar Flavie Villanueva und der Gemeindepfarrer Robert Reyes über gegen sie gerichtete Drohungen. Zuvor waren bereits Todesdrohungen gegen Bischof Pablo Virgilio David sowie Erzbischof Socrates Villegas bekannt geworden. Beide Bischöfe sind laute Kritiker des Präsidenten. Der populäre Pater Alejo, bekannt als der „rennende Priester“, macht durch Laufen über lange Distanzen auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam. Er gab zu: „Wir sind nicht sicher, wir haben Angst. Wir haben aber bisher auch Glück gehabt. Wir sind nicht wie viele tausend andere ohne Vorwarnung ermordet worden.“

Nach Angaben der philippinischen Regierung wurden bei knapp 120 000 Drogenrazzien seit der Machtübernahme Duertes im Juni 2016 mehr als 5 100 Menschen erschossen. Menschenrechts- organisationen sprechen von weiteren 20 000 Morden, die von anonymen Todesschwadronen begangen worden sein sollen. Die Polizei gab an, in diesen Fällen zu ermitteln. Bisher wurde aber noch kein Täter verhaftet.

Beten wir für die Menschen auf den Phillipinen!

Erika Hugl

Quelle: ucanews/kap/kna

 

 

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