Hilfe für verfolgte Christen

Pakistan

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Papst Franziskus hat sich deutlich gegen die Todesstrafe ausgesprochen. Die Kirche soll sich 
„mit Entschiedenheit für die Abschaffung der Todesstrafe  in der ganzen Welt“ einsetzen. Im Katechismus ließ er den einschlägigen Artikel ändern. Die bisherige Fassung ließ noch eine Interpretation zu, wonach in extrem seltenen Ausnahmefällen die Todesstrafe gerechtfertigt sein könnte.

Nunmehr heißt es: „Die Todesstrafe ist unzulässig, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt.“ Zur Zeit sitzen laut Amnesty International 22 000 Menschen in Todeszellen. Derzeit halten 56 Staaten an der Todesstrafe fest. 2017 wurden laut Amnesty International 993 Hinrichtungen in 23 Ländern vollstreckt, die meisten davon in China, dem Iran, Irak, Saudi-Arabien und Pakistan. Vor allem im Iran und Pakistan sind davon Christen in Folge des unsäglichen Blasphemiegesetzes betroffen.

Die Prominenteste davon ist wohl die Pakistani Asia Bibi, eine einfache Arbeiterin und Mutter mehrerer Kinder, die seit nunmehr 8 Jahren im Gefängnis sitzt. Sie hatte, als sie von muslimischen Arbeitskolleginnen gemobbt und zur Konversion zum Islam gedrängt wurde. gesagt:

„Christus ist für uns gestorben. Was hat dagegen Mohammed gemacht?“ Das wurde ihr als Blasphemie ausgelegt. Ein aufgehetzter Mob verlangte das Todesurteil. Viele Menschen weltweit haben sich für sie eingesetzt, auch wir mit Petitionen an die pakistanische Regierung. In den Berufungsverfahren hatte keiner der Richter den Mut sie freizusprechen. Am Obersten Gerichtshof fand sich lange kein Richter, der das Verfahren übernehmen wollte, denn es gab schon mehrere Morde an Politikern, die sich gegen das Blasphemiegesetz ausgesprochen hatten. Um so mehr ist der Mut des Obersten Richters zu bewundern, der Asian Bibi nun in letzter Instanz frei gesprochen hat. Daraufhin setzten Protestkundgebungen mit tausenden aufgehetzten Teilnehmern in allen Regionen des Landes  ein.  Die Regierung bekam die Situation nur in den Griff, in dem sie versprach, das Urteil zu überprüfen und Asia Bibi bis dahin nicht außer Landes reisen zu lassen.

Beten wir für sie, ihre Familie, die Richter und die Menschen in Pakistan!

Erika Hugl                                                                                                (Quelle: missio)

 

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