Hilfe für verfolgte Christen

China / Pakistan

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China: Der Vatikan hat mit China ein Abkommen geschlossen, über das sehr lange verhandelt worden war und das sehr unterschiedlich beurteilt wird. Es erlaubt der kommunistischen Regierung ein Mitspracherecht bei der Ernennung von Bischöfen und praktisch ein Verbot der „Hauskirchen“, die bisher romtreu waren und nur im Untergrund leben konnten. Bibelübersetzungen sollen nur „gemäß der chinesischen Tradition“ erlaubt sein und der Kontakt von Jugendlichen mit der Kirche wurde massiv beschränkt. Mit Religionsfreiheit hat das wenig zu tun. Der Vatikan sorgte sich aber um die vielen Diözesen, die seit Jahren ohne Bischof sind. Ein vehementer Gegner dieses Abkommens ist der ehemalige Kardinal von Hongkong, Joseph Zen Ze-klun (86 Jahre alt), ein engagierter Vertreter der demokratischen und religiösen Bürgerinteressen Hongkongs. Er ist auch für sein soziales Engagement berühmt.
 
Pakistan: Frau Aneeqa Anthony (38 Jahre) ging als Hochbegabte schon mit 3 Jahren zur Schule und begann mit 14 Jahren an der Universität des Punjab Studien der Soziologie, des Journalismus und englischer Literatur, später auch Jura. Seit 2003 arbeitet  sie als Strafverteidigerin am Lahore High Court. Als christliche Menschenrechtsanwältin ist die Mutter zweier Kinder bisher drei Anschlägen auf ihr Leben nur knapp entgangen. Sie und ihre Familie müssen sich verstecken, seit ein islamistischer Mufti 2015 eine Fatwa, ein islamisches Rechtsgutachten, gegen sie und alle, die ihr helfen, veröffentlicht hat. Papst Franziskus überreichte sie einen Ziegelstein als Symbol für das Leid der Christen in Pakistan. Bemalt war der Stein von Kindern, die mitansehen mussten, wie ihre Eltern wegen eines Blasphemievorwurfs im November 2014 in einem Ziegelofen gelyncht worden waren.
 
Beten wir für die mutigen Christen in China und Pakistan!
 
(Quelle: Slavori Apostoli 2/2018) 
Erika Hugl

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