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Solidarität

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Algerien: Missio berichtet von einem Fest, das wie ein Wunder war.  Am 8. Dezember wurden 19 Märtyrer in Oran seliggesprochen, darunter die 7 Trappisten, die von Islamisten in ihrem Kloster im Atlas-Gebirge umgebracht worden waren, und auch Bischof Pierre Claverie und sein Chauffeur Mohamed. Es war die erste Seeligsprechungsfeier in einem muslimischen Land, unterstützt vom Staat! Die Kirche hat bewusst an die 150 000 Algerier erinnert, die sich während der „schwarzen Jahre“ - Mitte der 1990er - dem fanatischen Islam widersetzten und ermordet wurden. Am Vorabend der Seligsprechung gab es eine Gedenkfeier an dem Ort, wo Bischof Claverie und sein Chauffeur einem Attentat zum Opfer gefallen waren. Die Mutter von Mohamed und die Schwester des Bischofs standen Hand in Hand. Am Morgen des 8. Dez. gingen alle in die Moschee, Christen und Muslime, um an die 114 Imame zu erinnern, die getötet worden waren, weil sie sich geweigert hatten, die Fatwas (Aufrufe zum Töten der „Ungläubigen“) der Salafisten umzusetzen. Auch während der Seligsprechungsfeier wurde aller Ermordeter gedacht. Beim Friedensgruß umarmten Bischöfe muslimische Würdenträger. Man spürte: Da ist Vertrauen gewachsen und der Wille, sich von Fanatikern nicht unterkriegen zu lassen.

 

Erika Hugl

 

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