Hilfe für verfolgte Christen

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Deutschland: 2017 ist die Zahl religiös motivierter Gewalt gegen Christen auch in Deutschland stark angestiegen. Das Bundeskriminalamt verzeichnete fast 100 gezielte Angriffe: Brandstiftung, Körperverletzung und sogar Mord. 2017 wurden erstmals christenfeindliche Straftaten systematisch erfasst. In 25% der Fälle ging es um Angriffe auf Kirchen und christliche Symbole,  in mindestens

14 Fällen um christenfeindliche Straftaten zwischen Asylbewerbern und Flüchtlingen. Das Hilfswerk „open doors“ berichtet sogar von 743 Fällen von religiös motivierter Gewalt gegen christliche Flüchtlinge in Asylunterkünften. Besonders  dramatisch war der Angriff eines Afghanen gegen eine Landsfrau in Bayern. Er hatte ihr aufgelauert und sie in Anwesenheit ihren Kindern erstochen. Das Opfer hatte schon in Afghanistan zum Christentum gefunden, lebte mit ihren 4 Kindern  seit  2011 in Deutschland und war in der evangelischen Gemeinde engagiert. Sie hatte zu ihrem Mörder keinen engeren Kontakt. Nach seinen Angaben hatte sie ihn mehrmals zum Glaubenswechsel aufgefordert. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Aber auch Gewalt gegen Muslime nimmt zu. So wurde einem Besucher des Islamischen Kulturzentrums in Halle in die Hand geschossen.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing, zuständig für den Interreligiösen Dialog in der Bischofskonferenz, sagte: „ Nur wenn die religiösen Orte respektiert werden, kann das friedliche Zusammenleben von Gläubigen und Nicht-Gläubigen und von Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit in unserem Land gelingen. Als Christen sind wir mit allen solidarisch, die Opfer antireligiöser Gewalt werden.“

 

Erika Hugl

 

Bild: Birgit Seuffert

In: Pfarrbriefservice.de

 

 

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