Erntedank

Erntedank

Schon im Vorwort sind einige Gedanken zum Erntedank angeklungen. Es ist eine schöne und lebendige Tradition. Auch in unseren Kirchen finden sich fleißige Hände, die liebevoll einen kleinen Erntealtar gestalten. Danke! Das ist nicht selbstverständlich, genauso wenig, wie es selbstverständlich ist, dass und was wir Ernten. In diesem Jahr ist das Vielen wegen der großen Hitze und extremen Dürre schmerzlich bewusst geworden. Vor allem dann, wenn nicht nur ein wenig Rasen am Haus braun vertrocknete, sondern ganze Felder und Anbaugebiete in der Landwirtschaft betroffen waren.

Vieles können wir durch unserer Hände Arbeit und Tun erreichen. Vielleicht gehörte daher bei heutigen Erntedankaltären auch ein Laptop für die Büroarbeit; Werkzeug für die Werktätigen; Windeln und Haushaltsartikel für die daheim und in Familie Tätigen und manches Mehr dazu. Aber gerade bei den Erntegaben aus der Natur wird der Bezug zu Gott unserem Schöpfer besonders deutlich. Eben nicht alles ist selbstverständlich, gelingt von allein und unser menschliches Können hat trotz allem Fortschritt seine Grenzen. Sich da den dankbaren Blick zu bewahren (oder neu zu entdecken) trotz oder gerade wegen aller unserer Begrenztheit, das feiern wir mit Erntedank.

Wir Menschen sind Geschöpfe Gottes, Teil seiner Schöpfung und Gott hat uns seine Erde anvertraut. An uns ist es, daraus etwas zu machen und gut mit dem uns anvertrauten Gut, unserer Erde und seiner Schöpfung, umzugehen. Werden wir kreativ nicht nur bei der Gestaltung liebevoller Erntegaben und Erntedankaltäre.  Das kann ganz Vielfältig sein. So hängen im Steyerberger
Glockenturm zwar keine Glocken, aber seit geraumer Zeit Brut- und Nistkästen für Mauersegler und andere Vögel. Dankbar sein und dankbar mit Gottes Schöpfung umgehen. Erntedank – Gott sei Dank!

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