Kirchenserie - Kreuzweg

Kirchenserie - Kreuzweg

In allen unseren Kirchen hängen Bilder bzw. Darstellungen, die unterschiedlich gestaltet den Kreuzweg darstellen. Der Leidensweg Jesu von der Verurteilung, dem mühsamen Schleppen des Kreuzes, der Kreuzigung bis zur Grablegung und manchmal bis zur Auferstehung wird bildhaft vor Augen gestellt. Es sind bildliche oder plastische Darstellungen, wie man sie andernorts auch als Stationsweg, mit Bildstöcken oder sogar eigenen Kapellen findet. Klassisch gemalt, modern gestaltet, unterschiedlichste Materialien und Formen lassen sich finden. Der Ursprung liegt in Jerusalem selbst an reaen Orten. Hier gab es zunächst nur Stationen an bekannten Orten, z.B. die Verurteilung beim Haus des Pilatus und die Kreuzigung bei Golgota. Im Laufe der Zeit haben sich weitere Stationen entwickelt, heutzutage meist 14. Vielerorts gibt es sieben Stationen, vergleichbar mit den sieben Schmerzen Jesu oder den sieben letzten Worten Jesu. Seit dem 14. Jahrhundert waren es vor allem die Franziskaner, die die Frömmigkeit und Gestaltung des Leidensweges Jesu als Kreuzweg ausprägten. In Kirchen findet der Kreuzweg ab dem 17. Jahrhundert Verbreitung. Zudem gibt es neben der äußeren Darstellung eigene Andachtsformen wie die Passionsandacht oder die Kreuztracht. Diese nimmt inhaltlich und äußerlich Bezug zur Via Dolorosa (demWeg der Schmerzen) bzw. als Via crucis (Kreuz- weg). Mancherorts ist eigens ein Kalvarienberg gestaltet. Vor allem als Gestaltungselement in der Fastenzeit oder an Freitagen mit Bezug zum Todestag Jesu am Karfreitag. Kreuzwegandachten und Gebete nehmen häufig Bezug auf das aktuelle Geschehen in der Welt und der Lebenswirklichkeit der Menschen heute. All dies dient dem betenden Nachvollzug des Leidensweg Jesu. Ortsfest, oder als Weg innerhalb oder außerhalb der Kirchen. Durch das Bewegungsele- ment und die festgelegten Stationen einerseits und die Möglichkeit der freien Bezugnahme auf konkrete Anliegen andererseits ist der Kreuzweg vor allem in der österlichen Bußzeit eine beliebte Andachtsform. Im Gotteslob z.B. unter Nr. 683 für das gemeinschaftliche oder persönliche Gebet.
 
In allen unseren vier Kirchen sind die Kreuzweg-Bilder in 14 Stationen umlaufend an den Wänden angebracht. In Steyerberg gibt es freigestellte geschnitzte Holzreliefs. Die Stolzenauer Tafeln sind ebenfalls aus Holz und flächig geschnitzt. In Uchte sind farbige kleine Mosaikfliesen direkt in die Wand eingelassen. In Liebenau sind es unregelmäßig geformte Platten, sie fassen leicht farbig bemalte Zementflächen, ergänzt als 15. Station durch die Auferstehung.
 
 
2. Station: Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern (Mt 27,27-31)
 
3. Station: Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz (wird nicht in der Bibel erwähnt)
 
4. Station: Jesus begegnet seiner Mutter (wird nicht in der Bibel erwähnt)
 
5. Station: Simon von Zyrene hilft Jesus das Kreuz zu tragen (Mt 27,32)
 
6. Station: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch (wird nicht in der Bibel erwähnt)
 
7. Station: Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz (wird nicht in der Bibel erwähnt)
 
8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen (Lk 23,27-31)
 
9. Station: Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz (wird nicht in der Bibel erwähnt)
 
10. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt (Mt 27,35)
 
11. Station: Jesus wird ans Kreuz genagelt (Lk 23,33-43)
 
12. Station: Jesus stirbt am Kreuz (Mt 27,45-51,54)
 
13. Station: Jesus wird vom Kreuz genommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt (Joh 19,38)
 
14. Station: Der heilige Leichnam Jesu wird ins Grab gelegt (Mt 27,57-66)
 
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