Ausstellung: Die Welt der kleinen Steine

Am letzten Montag im Mai war es soweit, dass Michael Weber, Andrea Meier und ich die Legoausstellung aus Werl abholen konnten. Mit zwei leer geräumten Bullis ging es über die A 2.   
 
In der großen Frühjahrshitze, die zu der Zeit herrschte, angekommen, wurden wir von den zwei Gemeindereferenten der Werler Propstei mit einem Glas Wasser empfangen. Alles war schon vorbereitet. Die Kisten vom Aufbewahrungsort geholt und fertig gepackt. Selbst das Klebematerial und die Ersatz-Jesusfiguren fehlten nicht. Gleich in Stolzenau angekommen, begannen wir mit dem Aufbau. Mit Hilfe von Birgitta Asche und Pfarrer Konjer stand die Ausstellung nach zwei Stunden. Geschafft! Jetzt konnten die Besucher*innen kommen.
Der Gottesdienst am Sonntag zu Fronleichnam mit der anschließenden Prozession war die Auftakteröffnung. Ausstellungszeiten und einige Führungen schlossen sich an: der Frauenkreis Liebenau, die Chriskids, die Konfirmanten aus Stolzenau…
 
Immer wieder staunten die Besucher*innen, wie diese Idee nur entstanden sein könnte; wie die praktische Umsetzung war; ob die Station vorher aufgezeichnet worden sei; die Detailtreue der Darstellung; die Ernsthaftigkeit hinter den geschaffenen Bildern …
 
Das alles förderte den eigenen Spürsinn. Die Entdeckerfreude, die in jedem/jeder steckt, wurde angesprochen. Besonders lange hielten sich die Gäste an der größten und baulich beeindruckenden Station der Verurteilung und an der Station der Grablegung auf. Diese war extra im Beichtraum untergebracht. Mit instrumentaler Musik und dem Leuchten der Kerzen war hier eine eigene Stimmung zu spüren.
 
Auch die Lange Nacht der Kirchen bot sich an, um mit der Ostergeschichte aus Legosteinen Werbung für die Jesusgeschichte zu machen. Moderne Texte, die verdeutlichten, dass das Thema Auferstehung immer aktuell ist, schlugen den Spannungsbogen zur Ausstellung der bunten Steine hin zur Bedeutungsschwere der Passion. Diese wurde zusätzlich durch die Plakate, die die biblische Geschichte passend zur Station erzählten, unterstrichen.
Die Kinder durften sich anhand der Jüngerkarten in einen der Jünger versetzen. An jeder Station waren sie aufge- fordert sich wieder zu suchen. Dabei konnten Fragen beantwortet werden wie: wo stehst du, was machst du gerade, was fühlst du…
 
So konnten  sie die Leidensgeschichte Jesu konkreter erfahren. Zuvor sahen sie noch in einem kindgerechten Film zusammenhängend die Passion und Auferstehung. So war es für sie einfacher sich an den einzelnen Stationen zurecht zu finden. Multimedial präsentierte sich die Schau zudem durch den aufgestellten Laptop, der in einer sich wiederholenden Sequenz die Legofiguren lebendig machte.
Die Stellfläche zum Abschluss der Ausstellung bot noch einmal die Möglichkeit sich eine Figur auszusuchen und in ein eigenes Legofeld zu stellen. So gelang ein gemeinsames Stellbild von allen Besuchern.
Die Freude, wie frisch und lebendig die Jesusgeschichte erzählt werden kann, dürfen wir uns noch lange erhalten, denn: nach der Ausstellung ist vor der Ausstellung!
 
Vom 10. – 20.12.2020 wird die Weihnachtsgeschichte aus Legosteinen in acht Stationen bei uns halt machen!
Abschließend möchte ich mich bedanken:
 
Dank an den Arbeitskreis Martyria des Pfarrgemeinderates! Dank an Mitglieder*innen der Gemeinde, die Aufsicht führten!
 
Dank an Pfarrer Konjer, der die Ausstellung in der Kirche unterstützte!
Dank an die Spender*innen, die das Projekt mit ihrer Spende
unterhalten!
 
Annette Geers
 
 
 
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