Moment mal

Notre-Dame

Es ist Montagabend und ich schreibe gerade einen Artikel für den Pfarrbrief, als in den sozialen Netzwerken immer mehr Bilder von einer brennenden Kirche auftauchen. Es ist die Kirche „Notre-Dame“ eine Kathedrale, mitten in Paris, in Frankreich.

Im Fernsehen überschlagen sich die Eilmeldungen, live Berichterstattung auf allen Kanälen, Bilder des Schreckens, vor allem, als der 90m hohe Spitzturm unter dem Feuer zusammenbricht. Kirchenleute und Priester rufen zum Gebet auf und der Rektor der Pariser Großen Moschee Dalil Boubakeur, twitterte: „Bitten wir Gott, dieses für unsere Herzen so wertvolle Denkmal zu bewahren!“

Gott ist dieser Bitte nachgekommen. Das Feuer konnte gelöscht werden, die Struktur der gotischen Kathedrale gerettet werden, auch die Kunstgemälde, Reliquien, darunter auch die traditionell verehrte Dornenkrone Jesu. Auch wenn die Kathedrale für mehrere Jahre nicht zugänglich sein wird, sie hat dem Feuer standgehalten. Nur noch etwa 15-30 Minuten war sie von ihrer Zerstörung entfernt, wäre das Feuer auf die Glockentürme geschlagen, wäre das das Ende dieser Kirche gewesen.

Am Palmsonntag beginnt für uns Christen die heilige Woche, eine besondere Zeit, eine Zeit, um auf Jesus Christus zu schauen. Auch in Paris in der Kathedrale „Notre-Dame“ läutete der Palmsonntag diese Woche ein, das Triduum muss jetzt an einem anderen Ort gefeiert werden.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki lobte den französischen Präsidenten Macron für seine Reaktion auf den Brand, von ihm sei gleich ein Signal der Hoffnung und Zuversicht ausgegangen und, dass der Aufbau von Notre-Dame sofort zugesagt worden ist.

Aufgrund der hohen Spendenbereitschaft wird der Wiederaufbau kein finanzielles Problem werden, aber er braucht Zeit, eine lange Zeit. Die hohe Spendenbereitschaft zeigt aber auch die Wichtigkeit der „Kirchen und Gotteshäuser“ für unsere Gesellschaft und Kultur.

Die Bilder dieses Szenarios werden uns in Erinnerung bleiben, werden aber hoffentlich kein Ende für diese Epoche werden. Es ist eine besondere Zeit, eine Zeit, um auf Christus zu schauen.

Ihre Birgitta Asche

 

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