Moment mal

Reif für die Insel, Akku aufladen, ich bin dann mal weg!
 
All diese Aussagen kündigen eine Veränderung, eine Auszeit, vielleicht einen Urlaub an. Erholung und Ruhe braucht jeder Mensch,  vor  allem wenn man sich tagtäglich in einem Hamsterrad zu drehen scheint. Viele sind  teilweise so ausgebrannt, dass sie noch nicht mal die Kraft haben, ein paar Tage auszusteigen, dazu kommen finanzielle Probleme, Sorgen in der Familie, Streit und vieles mehr. Sicher, sich einen Sonnenuntergang am Meer anzusehen, ändert nichts an den Problemen, die einen zu Hause wieder erwarten. Ein Aufstieg auf einen hohen Berg, bringt mir keine Arbeitsstelle und ein Bad im kühlen Meer löst nicht meine Geldsorgen.
All diese Dinge ändern  nichts  an  meinen  Problemen,  nichts an meinem Ballast, aber all diese Dinge ändern etwas an der Betrachtungsweise auf diese Umstände. Sie ermöglichen mir einen anderen Blickwinkel zu bekommen, sie ermöglichen mir den nötigen Abstand und vielleicht doch eine Lösung zu finden.
 
 
„Gedenke des Ruhetages, um ihn zu heiligen“, gab Gott uns als Vorschrift, denn offenbar wusste er schon damals, wie sehr den Menschen sein Alltag gefangen nehmen kann. Ein gesondertes Arbeitsgebot war deshalb wohl nicht nötig und da der Zeitraum bei Gott eh anders berechnet wird, setzen wir mal den Urlaub und den Ruhetag gleich.
 
Die Feiertagsruhe ist das sichtbare Zeichen dafür, dass der Mensch aus der Gnade Gottes und nicht aus seinen Werken lebt, das hat schon Dietrich Bonhoeffer erkannt.
 
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne, gnadenreiche, Ferien, Sommer und Urlaubszeit.
 
Ihre Birgitta Asche
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