Moment mal

Sommer, Ferien, Urlaub. Die schönste Zeit im Jahr. So wie viele Touristen, fahren auch wir immer gerne im Sommer ans Meer. Wir liegen am Strand und gehen ins Wasser, immer mit der Gewissheit, dass unsere Strände und unser Meer bewacht werden. Bewacht von der DLRG, der deutschen Lebens- Rettungs- Gesellschaft. Seit 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.

Wie suspekt sich diese Aufgabe anhört, wenn man die Schlagzeilen der letzten Tage in den Zeitungen liest. Die italienische Regierung hat ein Dekret verabschiedet, das die Rettung von Migranten aus dem Mittelmeer für Hilfsorganisationen unter Strafe stellen kann. Die Vereinten Nationen haben das Dekret schwer kritisiert, es verstoße gegen die Menschenrechte. Papst Franziskus und auch Italiens Kirche haben die Regierung aufgerufen, Verantwortung für die Migranten in Seenot zu übernehmen.

Ich möchte jetzt gar nicht näher auf die Problematik der Migranten und deren Schlepper eingehen, die zahllose Menschen auf Schiffe verfrachten und so in Seenot bringen. Ich möchte auch nicht generell Politiker und Staatssicherheiten angreifen, die natürlich versuchen, ihre Grenzen und Länder in Sicherheit zu halten. Ich möchte jetzt auch nicht darüber debattieren, wie man es hätte verhindern können, dass Kriege und Unruhen entstehen und es so zu Flüchtlingen kommt.

Nein, ich möchte jetzt nur an alle Menschlichkeit der Welt appellieren. Wir können und dürfen uns der Verantwortung auf „das Recht auf Leben“ nicht entziehen.

In diesem Sinne eine gesegnete Urlaubszeit, gute Erholung und allen Lebensrettern Gottes Segen.

Ihre Birgitta Asche

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