Die Oasentage vom 11.01.2019 bis 13.01.2019 im Kloster Thuine

11 Frauen (mit unserer Gemeindereferentin Annette Geers) machten sich am Freitagnachmittag auf den Weg um sich mit dem Thema: „Als Jüngerin in die Nachfolge Jesu berufen“ zu beschäftigen.
 
Den Abend nutzten wir zu einer Vorstellungsrunde und zum Aufwärmen der grauen Zellen. Frau Fortuin beschäftigte uns mit einem Märchen- und Süßigkeitenquiz. Beispielsweise wurde nach der Süßigkeit gefragt, die eine körperliche Ertüchtigung im Mittelalter darstellt (Ritter Sport Schokolade). Nach diesem Gehirnjogging war eine arbeitsfähige Gemeinschaft entstanden. Gemeinsames Beten und Singen beschloss den Abend.
 
 
Gestärkt durch eine von Frau Geers gestaltete Morgenandacht und dem Frühstück legten wir in der 1. Arbeitsphase gemeinsam ein begehbares Labyrinth aus mitgebrachten Tüchern mit dem Kreuz im Zentrum. Es gibt nur einen Weg, der ständig die Richtung wechselt, viele Wendungen hat aber zwangsläufig in das Zentrum zu dem Kreuz führt. Labyrinthe symbolisieren den Lebensweg des Menschen, seine Ängste, seine Hoffnungen, seine Suche nach dem Sinn des Lebens. Das Kreuz ist der Mittelpunkt, der Weg ist auf das Kreuz ausgerichtet und führt wieder zurück als Weg des Glaubens und der Umkehr.
 
Auf diese persönliche Lebensreise haben wir uns in einer Besinnungsphase begeben. Auf Fußspuren notierten wir Orientierungspunkte, Wendepunkte, Stolpersteine … unseres Glaubensweges. Diese legten wir in das gemeinsame Labyrinth und jeder von uns ist das Labyrinth gegangen. Ein gemeinsames Gebet beschloss die erste Arbeitseinheit.
 
Die zweite Arbeitsphase war konkrete Bibelarbeit. Wir lernten die versteckten Frauen aus Apg 18 - Priscilla und ihren Mann Aqui- la-, aus dem Römerbrief 16 - Phoebe -, aus 1 Kor 1,11 – Chloe - , aus Philipper 2,2 - Evodia und Syntyche - kennen. Alle diese Frauen sind berufen worden. Sie waren in der Gemeindearbeit aktiv, auch mit Leitungsmissionen betraut und missionarisch tätig. Sie waren so bekannt, dass sie in der Bibel erwähnt werden. Genauer beschäftigten wir uns mit Lydia (Apg16,11-15), der ersten Christin Europas.
 
Den Nachmittag verbrachten wir in Rheine in der St. Antonius Kirche. Wir besichtigten dort eine begehbare Krippe und waren sehr beeindruckt. Schwester Ottilie begleitete uns. Sie verbrachte auch den gemütlichen Abend mit uns.
 
Den Sonntagvormittag nutzten wir nach der heiligen Messe nochmals um das Thema „Jüngerinnen Jesu“ zu vertiefen. Der Film
„Jesus und die verschwundenen Frauen“ ergänzte das erfahrene Wissen über die Frauen der damaligen Zeit. Da wurden die Frauen erwähnt, die als erste am leeren Grab waren und die Auferstehungsbotschaft aktiv verbreiteten. Maria Magdalena erhielt dazu von Jesus direkt den Auftrag. Phoebe, die in andere Gemeinden reiste, missionarisch tätig war und auch theologische Deutungen vornahm. Junia, die erste Apostelin, also Paulus gleichgestellt…. Es wurde uns nochmals bewusst, dass Jesus nicht nur die Apostel zu seinen Jüngern berufen hat, sondern auch die Frauen. Wir fühlten uns bestärkt unseren Glaubensweg weiter zu gehen.
 
Herzlichen Dank an Frau Geers, die diese Tage so spannend und kompetent gestaltet hat.
 
Elfie Weber
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