Sanierung Liebenau

Es tut sich was im ehemaligen Pfarrhaus in Liebenau, das zuletzt als Schwesternwohnung genutzt wurde. Vor über 15 Jahren wurden letzte Renovierungen vorgenommen. Die Schwestern selbst klagten schon über braunes Wasser aus den Leitungen, auch weitere Dinge lagen im Argen. So war beispielsweise ein Großteil der Elektrik noch aus der ersten Bauzeit in den 50ern. Die Grundsubstanz war jedoch solide, da die Pfarrei und der Kirchenvorstand über die Jahre immer wieder kleinere Arbeiten vorgenommen haben. Eine Baubegehung bereits im Sommer gemeinsam mit Vertretern des Bistums Osnabrück brachte dann Klarheit, was möglich und nötig ist. Vom Abriss bis zur Komplettsanierung wurden alle Eventualitäten begutachtet. Eine verantwortbare Ertüchtigung des Gebäudes wurde letztendlich dabei als Ziel ins Auge gefasst und auch vom Kirchenvorstand dann im Spätherbst beschlossen. Es gilt vor allem, die komplette Haustechnick zu erneuern und auf den aktuellen Stand zu bringen. Lange mussten wir warten, bis die Arbeiten endlich beginnen konnten. Normalerweise hat das Bistum Osnabrück die Auflage, für jedes Gewerk – also jeden Teilbereich der Arbeiten wie Maler, Elektriker etc. – jeweils drei verschiedene Vergleichsangebote einzuholen. Hier konnten wir schon erfolgreich auf zwei einzuholende Angebote reduzieren. Doch hier zeigte sich die gute Auftragslage der Betriebe und wie schwer es derzeit ist, Handwerker   zu bekommen. Einige Angebote gingen erst äußerst spät ein, einige blieben sogar trotz mehrfacher Nachfrage komplett aus.  So zog es sich und erst Anfang Januar konnten weitere Schritte zur Genehmigung und Bauausführung in die Wege geleitet werden. Glücklicherweise waren die Firmen, die dann den Zuschlag erteilt bekommen haben, auch zeitnah in der Lage, die Arbeiten aufzunehmen.

Den größten Posten nimmt der Austausch der Wasserleitungen ein. Hier müssen die Rohre ab dem Hauptwasseranschluss komplett ausgetauscht werden. Zum Erstaunen aller liegt dieser Hauptanschluss im Keller des jüngsten Gebäudeteils, dem Anbau des Pfarrheims, zieht sich mit Metallrohr durch den dortigen Keller, wechselt auf Kunststoff durch die Außenmauer und durch den Garten wieder durch die Außenmauer in den Keller des ursprünglichen Pfarrhauses. Durch die alten Metallrohre und evtl. durch poröse Kunststoffleitungen im Gartenbereich kann die Braunfärbung und Verunreinigung des eigentlich frischen Leitungswasser herrühren. Hier bleibt also nur der Komplettaus- tausch. Die neuen Leitungen wer- den so geführt, dass wir hier die vorhandenen Kellerräume nutzen. Zudem werden die Leitung so von benachbarten Räumen aus bzw. durch den Keller geführt, dass der Fliesenspiegel in den Bädern und Küche unberührt und unbeschädigt bleibt.

Um zumindest etwas energetisch zu gewinnen und die Heizkosten zu senken, werden die bisherigen Heizkörpernischen geschlossen, zugemauert und neue moderne Heizkörper mit neu- en Rohren verlegt. Die bisherige Heizungsanlage kann bestehen bleiben, die neuen Rohre werden über den Keller angeschlossen, ohne dass wir die vorhanden Böden wie Parkett oder Fliesen kaputt machen.

Die Elektrik muss zudem im gesamten Untergeschoss erneuert werden. Immer wieder war mal hier mal da etwas erneuert oder zusätzlich an geklemmt worden. Der Ursprung bestand aber noch aus alten zweiadrigen Leitungen. Isolierung, Erdung oder so etwas fehlten an vielen Stellen. Einige Abzweigdosen hatten sogar noch Metalldeckungen. Wenn die unter Strom gestanden hätten... So wird jetzt alles exakt abgesichert, mit neuem Verteilerkasten etc.. Wahrscheinlich muss das auch im Kellerbereich des Pfarrhauses erfolgen, wo in den letzten Monaten einige Lampen z.B. im Kellerabgang, Flur oder auch dem WC immer wieder defekt waren und ein Fehler vorliegt.

Weitere Arbeiten sind beispielsweise der Austausch von zwei Dachfenstern. Die neuen erhalten zudem eine Beschattung von außen, um neben Verdunklung im Sommer z.B. die Hitze draußen zu halten und im Winter die Kälte. Neue Haustüren waren seit längerem fällig. Das alte Glas wurde schon mehrfach bei der Sicherheitsbegehung angemahnt, dass es splittern kann. Zudem braucht es aufgrund der neuen Aufteilung eine neue Wohnungseingangstür.

Ein neuer Mieter steht glücklicherweise schon parat. Mehrere Interessenten hatten sich um die Wohnung beworben. Mit Zweien gab es konkretere Besichtigungen. Eine Familie sagte wieder ab, so dass die Entscheidung des Bauauschusses zugunsten des weiteren Bewerbers passte. Kein Unbekannter: Unser Organist Klaus Riffler und seine Gattin Elfi werden in Kürze unter der Anschrift Breslauer Str. 1 ihr Domizil haben. Freundlicherweise konnten auch die Verzögerungen beim Bauanfang mit ihnen gut besprochen werden, so dass wir hoffen, dass sie zum April zufrieden in die frisch renovierten Räumlichkeiten einziehen können.

Weitere kleine Arbeiten werden in dem Zusammenhang der Baustelle gleich miterledigt. Wir bitten um Entschuldigung, wenn durch die Arbeiten Unannehmlichkeiten auftreten. Es wird versucht, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Beispielsweise ist der Heizungsstrang zum Pfarrheim fast dauerhaft in Betrieb. Die Abschaltzeiten von Heizung, Warm- und Kaltwasser werden auf ein Minimum reduziert und möglichst auf Zeiten ohne gemeindliche Nutzung gelegt. Lärm, Staub und Dreck lassen sich hingegen kaum vermeiden, zeigen aber immerhin das sich was tut!

Für den Bauausschuss Pfr. Christoph Konjer und Wolfgang Kügler

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