Seniorennachmittag in Steyerberg - Feuer und Flamme, Brandschutz II.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst, in dem wir der heiligen Hedwig aus Schlesien gedachten und uns auch erinnerten, dass es viele Schlesier waren, die den Glauben in unsere Diaspora brachten, gab es das gemütliche Kaffee trinken mit köstlichem Käse-Baiser-,  Apfel-  und  Streuselkuchen.  Im  Anschluss  sollte der angekündigte Vortrag Feuer und Flamme folgen. Aber wir hätten es schon ahnen können, dass kein gesetzter Vortrag folgen sollte. Gekleidet in die Ausbilderuniform, hatte Pfarrer Konjer ein Quiz vorbereitet, das uns so fesselte, dass die Zeit wie im Fluge verging. Mit Hilfe von farbigen Zetteln, rot - Antwort A, gelb –  Antwort B und grün – Antwort C, mussten wir durch Hochhalten der entsprechenden farbigen Zettel jeder antworten. Temperamentvoll vermittelt, erhielten wir durch dieses Quiz wertvolle Informationen. Wir erfuhren, dass die Notrufnummer 112 europaweit gültig ist. Träger der Feuerwehr ist die Kommune. Ab einer Einwohnerzahl von 100.000 muss eine Berufsfeuerwehr eingerichtet werden. Bei der Berufsfeuerwehr ist im Gerätehaus immer ein Notteam vor Ort.

Bei der freiwilligen Feuerwehr müssen die Feuerwehrleute erst zum Gerätehaus hinfahren, wobei der Alarmierungsweg über Pieper oder Sirene erfolgt. Das Telefon hat nur ergänzenden Charakter. Innerhalb von 15 Minuten sollte das Rettungsteam vor Ort sein. Pfarrer Konjer machte uns auch auf die genormten Hinweisschilder auf einen Hydranten aufmerksam, um so falsches Zuparken zu vermeiden. Um das Entstehen von Bränden zu vermeiden erinnerte er an die Rauchmelder, die verpflichtend in Kinder- und Schlafzimmern angebracht sein müssen. Ebenso in den Fluren, allerdings immer am höchsten Punkt des Raumes, nicht irgendwo auf einem Schrank lagern, denn Rauch steigt bekanntlich nach oben. Wenn er dann wieder sinkt kann es oft zu spät sein. Als Löschmittel können Schaum, Pulver und die Löschdecke, erhältlich in jedem Baumarkt, verwendet werden. Die Buchstaben auf dem Feuerlöscher definieren die Brennklassen für die er verwendet werden kann. A für feste Brennstoffe, B für flüssige und C für gasförmige. Das heißt für einen Fettbrand in der Küche könnten wir den Feuerlöscher aber noch schneller die Löschdecke benutzen. Fett keinesfalls mit Wasser ablöschen - Explosionsgefahr. Der letzte Themenkomplex betraf die Feuerwehr- beziehungsweise Rettungseinsätze. Rettungsgasse bilden und frei lassen! Es werden beispielsweise auch Abschleppfahrzeuge benötigt. Eine Fahrzeugreihe ordnet sich links ein, alle anderen rechts. Eine Einsatzfahrt erkennt man im Allgemeinen an Sirene und Blaulicht. Kleidung und Plätze der Feuerwehrleute sind fest definiert. Der Einsatzleiter trägt beispielsweise immer die gelbe Weste, der Notfallseelsorger die violette und die karierte Weste trägt derjenige, der für die Atemschutzüberwachung zuständig ist. An den Westen kann man auch ablesen welchen Fahrzeugtyp der Träger bedient. Außer den Löschfahrzeugen gibt es technische Fahrzeuge.  

Pfarrer Konjer sprach noch die Arten der Feuerwehr an, welche Aufgaben in den Aufgabenbereich der Feuerwehr gehören und das sich im Einsatz jeder auf seinen Kameraden verlassen können muss. So beendete er sein Quiz mit dem Motto der Feuerwehr: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“. Herzlichen Dank an Pfarrer Konjer für diesen spannenden und fröhlichen Nachmittag. Da die Köpfe zwar nicht brannten, aber doch rauchten, probierten noch einige vor dem Heimweg die Einsatzuniform von Pfarrer Konjer an und wunderten sich über das Gewicht.

Elfie Weber

 

powered by Kajona³